5° Celsius und barfuß durch ein matschiges Feld. Drüben leuchten noch die Lichter, die wir fürchten. Keiner hört die Lieder, die wir singen, keiner sieht den Dreck unter unseren geschnittenen Nägeln. Auf der Straße parken Autos, was unwirklich scheint, in dieser Nacht. Ein Affe und ein Tiger kriechen brüllend aus dem Geäst. Wir sind nicht alleine und werden es niemals sein. Wie in der Grundschule links, rechts, herannahende LKWs. Größtenteils nass, größtenteils dreckig, größtenteils glücklich. Ein Platz zum Sitzen und Lachen. Ein Freund, wer oder was auch immer, ruft an. Vergesst euch nicht.
Wir sind in Sicherheit, aber die schützenden Schuhe haben wir verloren.
Ist auch egal, die Welt ist ein Fußball, und was Messi kann, können wir schon lange.
Töne in zu hohen Frequenzen, Schallwellen ohne Ziel.
Um uns herum rennen sie noch. Auf der Zunge ein letzter Geschmack von Toffee. Den Rock auf den Hüften, der Himmel weint um seine verlorenen Söhne. Biblische Gestalten vor unseren Augen und auf unseren Lippen. Kreischen.
Vergesst euch nicht.
Niemals, alles nur das nicht. Wir sind im Heimathafen, jetzt schließ die Augen und bleib ruhig, auch wenn wir das nicht können. Dunkelheit ist die Mutter des Lichts und nach der Nacht folgt der Morgen und am Ende der Schmerz.
Was ist bloß los mit euch? Vergesst euch nicht.
Alte Lieder ohne Sinn. So blau wie unser Telefonanbieter.